Medizinisches:
Wenn einer eine Reise tut...
„...kann
er was erzählen.
Hoffentlich nur Positives“
Planung
Ferienaufenthalte in den Tropen und Subtropen sind mit erhöhten Krankheitsrisiken verbunden. Es ist deshalb sinnvoll, wenn Sie sich vier bis sechs Wochen vor Abreise mit Ihrem Hausarzt in Verbindung setzen, um die medizinischen Fragen zu besprechen. Bringen Sie zur Konsultation eine detaillierte Reiseroute und den Impfausweis mit und sprechen Sie den Hausarzt auch an auf besondere Risiken wie Schwangerschaft, Kleinkinder, Epilepsie, Diabetes oder Dauermedikamente.
Bin ich reisetauglich?
Grundsätzlich sind Flugreisen für Gesunde unproblematisch. Bei Herz-Kreislauf‑Leiden können Probleme auftreten bei der Landung an Orten in grosser Höhe. Diabetiker sollten den Zeitplan für Insulinspritzen vor Antritt der Reise mit dem Arzt besprechen. Schwangere Frauen sollten Tropenreisen, wenn immer möglich, vermeiden. Das gleiche gilt für Säuglinge.
Malaria
Mückenabwehrende Massnahmen: Tragen von langärmeligen, hellen Kleidern und Verwendung von mückenabstossenden Mitteln (z.B. Antibrumm forte, Exo Pic forte; etc.), Gebrauch von Moskitonetzen oder funktionierende Klimaanlage.
Malariaprophylaxe: Diese ist angezeigt bei Reisen in Ländern mit hohem Infektionsrisiko (trop. Afrika; Südostasien; etc.). Die Tabletten müssen üblicherweise eine Woche vor Abreise, während dem Aufenthalt und vier Wochen nach Rückkehr gemäss Verordnung eingenommen werden.
Malaria‑Notfallmedikamente: Diese werden Reisenden abgegeben, die in weniger gefährliche Regionen reisen und werden zur Behandlung eines Malariaanfalles eingenommen, sofern innert 24 Stunden kein Arzt aufgesucht werden kann.
Merke: Kein Malariamedikament schützt Sie in jedem Fall vor Malaria. Bei Fieber während oder nach der Reise müssen Sie raschmöglichst einen Arzt aufsuchen und ihn über den durchgemachten Tropenaufenthalt orientieren.
Impfungen
Für alle Reisenden empfohlen:
Je nach Land, Reiseart und Reisedauer zu empfehlen:
| Gelbfieber |
Afrika und Südamerika, |
| für gewisse Länder obligatorisch | |
| Nur durch Impfärzte und Tropenmediziner: | |
| In Wil Dr. med. M. Bruni | |
| Abdominal-Typhus | |
| Hepatitis B | |
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Meningokokken-Meningitis ACW135 | |
| Japanische Encephalitis | |
| Tollwut | |
| Cholera |
Reisedurchfall
Vorsichtsmassnahmen: Es gilt beim Genuss von Nahrungsmitteln: «Boil it, cook it, peel it, or forget it» (siede, koche, schäle oder vergiss es). Besondere Vorsicht ist geboten bei zu wenig gekochten Meeresfrüchten oder Fischen, Fleischgerichten wie Beefsteak, Tartar, Salaten und ungeschälten Früchten, Milch, Glace, kalten Buffet's und häufig auch Leitungswasser.
Behandlung: Kommt es trotzdem zu Durchfall soll genügend gezuckerte und gesalzene Flüssigkeit getrunken werden (Bouillon, Fruchtsäfte, gezuckerter Tee), bei leichteren bis mittleren Durchfällen eignen sich Medikamente wie Imodium®, Lopimed® oder Loperamid®. Bei schweren Durchfällen sind Antibiotika angezeigt.
Aids
Ungeschützter Sexualkontakt kann Aids, Hepatitis B, Syphilis und Tripper übertragen. Kondome schützen vor Ansteckung. Vorsicht bei Piercing oder Tätowierungen (Einmalinstrumente).
Reiseapotheke / Checkliste
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Verbandmaterial | |
| Thermometer | |
| Kleine Schere | |
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Fremdkörperpinzette | |
| Sonnenschutzmittel |
mindestens Faktor 15 |
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Mückenspray | |
| Medikamente |
Fieber- und Schmerzmittel |
| Durchfallmittel | |
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Malariatabletten | |
| Antiallergica (Insektenstiche) | |
| evtl. Antibiotika | |
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Nasentropfen (vor Flug bei Schnupfen) | |
| Mittel gegen Reisekrankheit | |
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Medikamente, die Sie regelmässig einnehmen | |
| Desinfektionsmittel | |
| Internationaler Impfausweis | |
| Versicherungsschutz überprüft? |
Im Notfall
Bei Unfällen, akuten schweren Krankheiten: REGA, Tel. 1414 vom Ausland: +41 333 333 333
Weitere Informationen
Bei Ihrem Hausarzt
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Medizinischer Ratgeber: |
RADIX Gesundheitsförderung |
| Stampfenbachstrasse 161 | |
|
8006 Zürich | |
| Fax 01 362 10 35 | |
| Internet: | |
Das Ärzteforum Wil wünscht Ihnen
eine schöne und angenehme Reise
Während des Blutsaugens können Zecken Krankheitserreger auf den Menschen übertragen. Es gibt zwei unterschiedliche Krankheiten, die durch zwei verschiedene Erreger verursacht werden:
1) Borreliose (Lyme-Krankheit)
Die Borreliose wird verursacht durch das Bakterium "Borrelia burgdorferi". Ein Risiko, sich mit einem Zeckenstich zu infizieren, besteht vor allem, wenn die Zecke sich länger als 24 Stunden festhalten kann; wird sie vorher entdeckt und entfernt, ist das Ansteckungsrisiko gering. Von Mensch zu Mensch ist die Borreliose nicht ansteckend.
Erkrankung
Nach dem Zeckenstich dauert es 3-30 Tage bis sich erste Krankheitszeichen zeigen:
Krankheitsverlauf
Bildet sich der oben beschriebene Hautausschlag, so spricht man vom Frühstadium der Borreliose. Ohne Behandlung kann die Krankheit nach Abklingen dieser Symptome in ein chronisches Spätstadium übergehen, wobei die verschiedensten Organe im Körper erkranken können. Es kann dann zum Beispiel zu schmerzhaften Gelenkentzündungen, Nervenentzündungen oder Herzproblemen kommen.
Behandlung
Die Borreliose kann mit Antibiotika erfolgreich behandelt werden und heilt im Frühstadium problemlos. Suchen Sie deshalb bei Verdacht auf Borreliose immer Ihren Arzt auf.
2) FSME (Frühsommer-Meningoencephalitis)
Die FSME ist eine seltene, aber schwere Viruserkrankung. Die Ansteckung erfolgt durch Zeckenstiche, wobei sich die Zecke ca. eine Stunde festhalten muss, damit eine Ansteckung wahrscheinlich wird. 2/3 der angesteckten Menschen erkranken nicht. Im Unterschied zur Borreliose sind diejenigen Zecken, die die FSME übertragen können auf bestimmte bekannte Gebiete beschränkt. Die Wahrscheinlichkeit an einer FSME zu erkranken, wenn man in einem solchen Naturherd von einer Zecke gestochen wird, ist sehr gering. Sie beträgt 1 : 800 bis 1 : 16000.
Naturherde für FSME im Kanton SG und TG
St. Gallen: Sargans/Vilters/Fläsch, Wagen/Jona/Rüti, Mörschwil
Thurgau: Aadorf, Affeltrangen/Oppikon/Friltschen, Diessenhofen/Basadingen, Ermatingen, Frauenfeld, Stettfurt/Weingarten/Thundorf, Weinfelden, Weiningen/Warth/Herdern
Erkrankung
Die FSME verläuft in zwei Phasen. Die erste Phase beginnt 3-14 Tage nach dem Zeckenstich mit grippeartigen Symptomen: Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Schnupfen.
Bei wenigen Patienten kommt es anschliessend nach einem beschwerdefreien Intervall von ca. 1 Woche zur eigentlichen Meningo-Encephalitis, das heisst zu einer schweren Erkrankung mit Entzündung der Hirnhäute und evtl. auch des Gehirns.
Behandlung
Ist die FSME-Krankheit einmal ausgebrochen, gibt es kein wirksames Medikament. Nur die Symptome können gelindert werden. Zum Vorbeugen gegen die FSME gibt es aber eine wirksame Impfung, die wir allen Gefährdeten (Waldarbeiter, Förster; Personen die häufig die Freizeit im Wald verbringen) empfehlen.
Ihr Hausarzt rät Ihnen:
Sie können sich vor Zeckenstichen schützen!
Entfernen Sie Zecken sofort!
Melden Sie sich bei Ihrem Hausarzt,
wenn Sie nach einem Zeckenstich Symptome zeigen, die auf eine Borreliose hinweisen oder Ihnen Angst machen.
Impfung gegen FSME
Halten Sie sich regelmässig in Wald und Feld auf, dann lassen Sie sich im Winter - Frühjahr gegen FSME impfen! Die Impfung ist wirksam und gut verträglich, 3 Impfungen sind nötig, der Impfschutz hält 3 Jahre.
Cholesterin nehmen wir mit unserer täglichen Nahrung auf. Es ist sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Fetten vorhanden. Unser Körper benötigt Cholesterin als wichtigen Baustein zur Herstellung von Zellmembranen und Hormonen.
Zuviel Cholesterin führt zu Arterienverkalkung
Bei einer übermässigen Zufuhr oder einem ungenügenden Abbau von Cholesterin steigt dieser Spiegel im Blut an. Falls dieser Zustand über längere Zeit andauert, wird das Cholesterin in die Gefässwände eingelagert und führt zu einer Verengung der Gefässe, die anschliessend verkalken können. Diese Gefässveränderungen werden im Volksmund Arterienverkalkung genannt. Die Folge sind chronische Durchblutungsstörungen der Organe, insbesondere des Herzens, des Hirns, der Niere und der Beine. Zudem besteht die Gefahr, dass das in die Gefässwand eingelagerte Cholesterin ins Innere des Gefässes durchbricht und zu einem kleinen Geschwür führt. Als Folge kann dann in diesem Bereich ein Blutgerinnsel entstehen, welches das Gefäss plötzlich verschliesst. Das Gewebe hinter diesem Gefässanteil wird nicht mehr mit Blut und Sauerstoff versorgt und stirbt ab: Es entsteht ein Infarkt.
Cholesterinsenkung vermindert die Arterienverkalkung
Zu den wichtigsten Risikofaktoren, die zu einer beschleunigten Arterienverkalkung führen, zählen das Rauchen, ein zu hoher Blutdruck, die Zuckerkrankheit, ein zu hohes Cholesterin, Übergewicht und Bewegungsmangel. Auch Vererbungsfaktoren spielen eine Rolle. Am wirksamsten können wir das Risiko der Arterienverkalkung bekämpfen, indem wir allenfalls aufhören zu rauchen und einen zu hohen Cholesterinspiegel senken. In den letzten 10 Jahren konnte in grossen Untersuchungen unwiderruflich belegt werden, dass sich das Risiko, an den Folgen der Arterienverkalkung zu erkranken oder zu sterben, stark reduzieren lässt, wenn das Cholesterin genügend gesenkt wird. Falls andere Risikofaktoren vorhanden sind, müssen auch diese gleichzeitig angegangen werden, da sich zwei oder drei Risiken nicht einfach zusammenzählen, sondern überproportional verstärken.
Das Cholesterin durchläuft zwei Kreisläufe
Wenn unser Körper Cholesterin aus dem Darm aufnimmt, wird es zuerst zur Leber transportiert und von dieser aufgenommen. Diesen ersten Kreislauf können wir durch eine verminderte Fettaufnahme in der Nahrung beeinflussen. Mit einer konsequenten Diät lässt sich der Cholesterinspiegel um 5-10% senken. Den zweiten Kreislauf können wir durch eine Diät kaum beeinflussen. Die Leber produziert selber Cholesterin, gibt dieses an das Blut ab, welches das Cholesterin in die Peripherie des Körpers transportiert. Wenn die Leber permanent zuviel Cholesterin herstellt, kann diese Produktion nur mit Medikamenten gedrosselt werden. Hier setzen die neuen und sehr wirksamen Cholesterinsenker an (die sogenannten Statine), die den Cholesterinspiegel um 30-40% zu senken vermögen.
Drei Standbeine der Cholesterinsenkung
Eine wirkungsvolle Behandlung des zu hohen Cholesterinspiegels setzt auf drei verschiedenen Ebenen an, wobei entscheidend ist, diese drei unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten immer gleichzeitig auszunützen. Die erste Ebene ist eine cholesterinärmere Ernährung. Am optimalsten erfolgt eine Beratung durch eine Ernährungsberaterin, welche die aktuellen Ernährungsgewohnheiten erfragt und dann gezielt auf mögliche Essensumstellungen eingeht. Die zweite Ebene ist die medikamentöse Behandlung. Zuletzt ist es ebenfalls wichtig, die körperlichen Aktivitäten zu steigern. Dies muss nicht gleich ein umfangreiches Sportprogramm sein, es hilft auch, den gewohnten Lift zu meiden oder den Arbeitsweg nach Möglichkeit nicht unter die Räder, sondern unter die Füsse zu nehmen.
Wann sind Kontrollen und eine Behandlung notwendig?
Ob eine Cholesterinsenkung notwendig ist, kann häufig nicht mit einem einzigen Cholesterinwert entschieden werden. Wir unterscheiden ein Gesamtcholesterin sowie ein gutes (HDL) und ein schlechtes (LDL) Cholesterin. Je nach Zusammensetzung dieser drei Werte besteht ein höheres oder geringeres Risiko für eine Arterienverkalkung. Entscheidend ist zudem, ob bereits eine Arterienverkalkung vorliegt oder nicht.
Jede erwachsene Person sollte ihren Cholesterinwert kennen. Ab 40 Jahren empfiehlt es sich, alle 5 Jahre das Cholesterin kontrollieren zu lassen zusammen mit dem Blutzucker und dem Blutdruck. Ist jemand gesund und liegt der Gesamtcholesterinspiegel unter 5.0 mmol/l, ist nichts weiter zu unternehmen. Bei höheren Werten oder bei bereits manifester Arterienverkalkung ist es jedoch notwendig, für den definitiven Behandlungsentscheid auch noch das gute und das schlechte Cholesterin zu bestimmen.
Merkpunkte
die Poesie der Natur, die sich von den reichen Farben des Sommers auf Winter umstellt, bietet vielen mit Sorgen beladenen Menschen nicht mehr das passende Bild, um den Schwung der Sommerzeit halten zu können.
So gibt es bei entsprechend veranlagten Menschen eine spezifische Neigung in der dunklen Halbjahreszeit, vermehrt depressiv zu erkranken. Bei der Winterdepression, oder saisonal bedingte Depression (SAD), handelt es sich um eine spezielle Form des Depressivwerdens, die nebst den allgemeinen Symptomen der Depression:
zusätzliche charakteristische Merkmale aufweist:
Chemische Botenstoffe im Gehirn regeln unsere Emotionalität und stehen in einem Zusammenhang zur Menge des einfallenden Lichtes. Besonders wichtig ist bei der Winterdepression das Melatonin, das auch den Schlaf reguliert und stark auf Licht reagiert.
Um eine Winterdepression handelt es sich wenn sie:
Nebst den biologischen Aspekten der Depression kommt eine durch den jahreszeitlichen Rhythmus bedingte Komponente dazu. Mit den kürzer werdenden Tagen, dem Klima bedingten Verweilen im Hause und dem Wegfallen von Freizeitaktivitäten im Freien, werden die Menschen mehr auf sich selber zurückgeworfen. Das Zusammenleben wird enger, verdrängte Konflikte brechen vermehrt auf, das Bewusstwerden von Sterblichkeit und Tod rücken näher (Allerheiligen).
Schon vorchristliche Völker bewegte das kürzer werdende Sonnenlicht und sie feierten das Wiederkommen der Sonne mit einem Sonnenwendefest (unser heutiges Weihnachtsfest).
Therapie
Nur eine echte Winterdepression spricht auf Licht an. Bei dieser Therapie wird durch das Licht einer Speziallampe die Hormonausschüttung im Hirn beeinflußt und dadurch die Depression aufgehellt.
Die nicht krankheitsbedingte winterliche Verstimmung spricht gut auf gesteigerte Aktivitäten im Freien an:
Ähnlich wie bei den Pflanzen kommt mit dem Längerwerden der Tage ein Frühlingserwachen unseres Gemütes. Sie Stimmungslage bessert sich, Freude am Alltag kehrt zurück und lässt bereits wieder die Kraft des Sommers erahnen, wie Ludwig Uhland es in seinem Gedicht "Frühlingsglaube" ausdrückt:
Die
Linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie
schaffen an allen Enden ... nun wird sich alles wenden.
Was ist eine Grippe?
Jedes Jahr erkranken etwa 100'000 Schweizer an einer Grippe. Sie wird verursacht durch Grippeviren, die sich bei feucht-kaltem Wetter wohlfühlen. Die Viren werden durch Tröpfchen übertragen, beispielsweise beim Reden, Husten, Niesen, durch unsaubere Hände oder Taschentücher.
Grippesymptome
Die
klassische Grippe (Influenza) ist schlimmer als eine gewöhnliche Erkältung.
Ein bis zwei Tage nach Ansteckung beginnt sie recht abrupt mit Müdigkeit,
Kopf- und Gliederschmerzen, hohem Fieber, gelegentlich Schüttelfrost. Es
folgen Halsweh, Niesen, verstopfte oder laufende Nase und trockener Husten.
Die
Grippe dauert 4 bis 7 Tage, gefolgt von einer Rekonvaleszenz von 1 bis 3 Wochen
mit Müdigkeit und trockenem Husten.
Behandlung
Ziel ist die Linderung der Symptome und das Vermeiden von Komplikationen.
Grippe-Komplikationen
Sie sind nicht selten. Durch geschwollene Nasenschleimhäute und schlechte Belüftung der Nasennebenhöhlen und des Mittelohres könne diese sich entzünden. Gefährlicher ist die Lungenentzündung. Diese Komplikationen sind meist bakteriell bedingt und deshalb einer Antibioticabehandlung zugänglich.
Wann zum Arzt?
Bei Ohrenschmerzen, hohem und anhaltendem Fieber, allgemein schlechtem Zustand, bei eitrigem oder blutigem Ausfluss aus der Nase oder bei längerer Krankheitsdauer sollten Sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Allgemeine Vorsorge
Empfehlenswert sind regelmässige Bewegung, genügend Schlaf und seelisch-körperliches Gleichgewicht, ebenso ausgewogene Ernährung mit vitaminreichen Fruchtsäften. Wissenschaftlich nicht erwiesen ist der vorbeugende Nutzen von Vitamin C.
Grippeimpfung
Die Grippeimpfung schützt gegen die drei häufigsten Grippeviren und muss jedes Jahr neu zusammengestellt werden. Vor anderen Erkältungsviren besteht kein Impfschutz. Die Zahl der klassischen Grippefälle kann dank Impfung um 50 bis 80% reduziert werden. Die Zahl der Spitaleinweisungen wegen Grippe sinkt um 40 bis 50%.
Die Impfung kann in den meisten Arztpraxen direkt durch die Praxisassistentin verabreicht werden. Während fieberhaften Erkrankungen sollte nicht geimpft werden. Für Schwangere ist die Impfung grundsätzlich erlaubt, eine Besprechung mit dem Arzt vorgängig jedoch empfehlenswert.
Welchen Personen ist die Grippeimpfung zu empfehlen?
1. Personen mit erhöhtem Komplikationsrisiko:
2. Personen, die Viren auf Gefährdete übertragen:
3. Personen, die ihr Risiko mindern wollen.
Für Gruppe 1 bezahlen die Krankenkassen aus der Grundversicherung, für Gruppe 2 und 3 nur aus der Zusatzversicherung.
Wissenswertes zur Impfung
Und Nasalflu?
Die Impfung als Nasenspray ist zur Zeit nicht zugelassen, da noch nicht geklärt ist, ob sie Gesichtslähmungen verursachte.
Pneumokokkenimpfung
Für schwer chronisch kranke, Immunkranke und Milzoperierte wird die Impfung zur Vorbeugung einer Lungenentzündung empfohlen und von den Kassen bezahlt. Kosten für Selbstzahler ca. Fr. 36.- (Impfstoff).
Deutschsprachige:
Medizinische Probleme, auch für Laien:
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Hausärzte von Zürich | |
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Reisemedizin | |
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Reisemedizin | |
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Schweiz. Fachstelle für Alkohol und Drogen | |
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Tox-Zentrum Zürich (Vergiftungen) | |
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Spitäler:
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Spital Wil | |
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Kantonsspital St.Gallen | |
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Spital Flawil | |
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Spital Wattwil |
Organisationen:
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Schweiz. Rettungsflugwacht | |
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Schweizerische Ärztevereinigung | |
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Bundesamt für Gesundheit | |
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Englischsprachige:
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World Health Organisation | |
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Centers for disease control | |
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Medline-Datenbank | |
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SARS-Viren |
Was ist das?
SARS = severe acute respiratory syndrom (akute schwere Atemwegserkrankung). Eine Infektionskrankheit vorwiegend der Atemwege, mit einer Lungenentzündung. Sie wird durch ein Virus verursacht, ein "neues" Coronavirus. Neu heisst, dass es wahrscheinlich in China aus einem bisherigen Coronavirus (diese verursachen Erkältungen) durch eine Mutation entstanden ist. Eine Mutation ist eine Veränderung der Erbanlagen (DNA), die zu neuen Eigenschaften führt.
Wie steckt man sich an?
Wenn ein Kranker oder Angesteckter ausatmet,
niest oder hustet, werden feine Tröpfchen, die das Virus enthalten können,
in die Luft abgegeben. Diese fallen langsam zu Boden und können von Personen
in der Nähe eingeatmet werden. Vermutlich ist eine Ansteckung auch über
Gegenstände möglich: wenn man mit Viren verseuchte Gegenstände
berührt und dann die Hand oder damit berührte Gegenstände (Essen)
in Mund oder Nase führt, gelangen die Viren ebenfalls in die Luftwege. Wie
lange die SARS-Viren auf Gegenständen überleben, ist noch nicht bekannt.
Es kann sich um Stunden oder Tage handeln.
Wie vermeidet man eine Ansteckung?
SARS-Kranke meiden (Probleme: Leute,
die SARS-Kranke behandeln müssen. Angesteckte, aber noch nicht Kranke können
das Virus schon übertragen).
Bei Ansteckungsgefahr Mund-Nasen-Schutz
tragen (Problem: schützt nur teilweise und nur, solange die Maske durch die
Atemluft noch nicht feucht geworden ist)
Hände oft waschen (besonders
vor dem Essen) und ev. desinfizieren (nach berühren von verdächtigen
Gegenständen)
Verseuchte Gegenstände desinfizieren.
Wie gross ist die Ansteckungsgefahr?
In der Schweiz ist diese
bisher sehr klein und besteht fast nur für Angestellte im Gesundheitswesen.
In den Risikogebieten (China, Hongkong, Vietnam, Singapur) ist die Gefahr etwas
grösser. Auch Ansteckungen in Hotels, öffentlichen Verkehrsmitteln und
andern Menschenansammlungen sind möglich. Aber auch hier ist die Ansteckungsgefahr
klein.
Durch die getroffenen Massnahmen (Quarantäne bei Verdacht auf
Ansteckung) ist das Risiko minimiert worden (Besonders in Singapur).
Wie gefährlich ist SARS?
SARS ist eigentlich nicht wesentlich gefährlicher als die Grippe oder bisherige Lungenentzündungen. Weil der Erreger ein neues Virus ist, haben die Menschen noch keine Immunität dagegen. Bei altbekannten Krankheiten ist immer ein Teil der Menschen durch Antikörper geschützt, mindestens teilweise. Man weiss deshalb nicht, wie weit sich die Krankheit auf der Erde noch ausbreitet, ob es zu einer Epidemie auf der ganzen Erde kommt (=Pandemie). Deshalb wurden auch so einschneidende Massnahmen wie Quarantäne ergriffen. Gemäss den neuesten Daten wirken diese offenbar gut, denn die Ansteckungsrate hat abgenommen.
Welches sind die Symptome?
Diese
sind gleich wie bei Erkältungskrankheiten (Husten, Schnupfen, Fieber), dazu
kommt eine Lungenentzündung, die zu Atemnot und Abgeschlagenheit führen
kann.
Verdacht auf SARS besteht aber momentan nur dann, wenn man sich in gefährdeten
Regionen aufgehalten hat.
Was soll ich tun, wenn ich diese Symptome habe?
Melden Sie sich sofort bei Ihrem Arzt telefonisch an. Erwähnen Sie dabei alle Ihre Symptome und dass Sie in einem Risikogebiet waren. Es gibt Behandlungsmöglichkeiten für SARS, auch wenn es bisher noch kein Medikament gegen das SARS-Virus gibt.